Mein Buch

Immer mehr Frauen sind Stiefmütter.
Ihr Alltag ist kompliziert

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Die Aufmerksamkeit unserer Gesellschaft in Bezug auf Familie lag in den letzten Jahren in erster Linie auf dem Wohl der Kinder. Dafür sind nach wie vor hauptsächlich die Eltern verantwortlich, auch wenn sie getrennt sind. Das heißt, in Jugendämtern, Gerichten, Familienberatungsstellen, aber auch in Schulen und Kindergärten stehen die Kinder und ihre Eltern im Fokus der Betrachtung. Wird der Blick dennoch einmal auf die neue Frau an der Seite des Vaters gerichtet, erscheint das Bild der bösen Stiefmutter aus den Märchen. Diese sowohl von Seiten der Gesellschaft als auch von den Frauen selbst stiefmütterliche Betrachtung ihrer Rolle und Bedeutung wird im Buch beleuchtet.

Stiefmütter haben es nicht leicht. Ihr Familienalltag ist vielschichtiger als der einer Vater-Mutter-Kind-Familie und so steht jede Stiefmutter vor komplexen Aufgaben und großen Herausforderungen: Sie möchte die Geliebte des Mannes sein, soll aber Platz lassen für die Kinder seiner ersten Liebe. Sie soll eine liebevolle, mütterliche Bezugsperson sein, aber nicht die Mutter. Sie soll sich mit der Exfrau arrangieren, eventuell eigene oder gemeinsame Kinder erziehen und versorgen. Neben all dem soll sie außerdem möglichst selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. Zudem leiden viele Stiefmütter darunter, dass das Bild der »bösen« Stiefmutter aus den Märchen jedem Kind bekannt ist und für eine Vielzahl von Vorurteilen sorgt.

Katharina Grünewald berät in ihrer Praxis für Patchworkfamilien seit vielen Jahren Stiefmütter. Dabei beobachtet sie, dass Stiefmütter nicht nur von der Gesellschaft stiefmütterlich behandelt werden, sondern sich häufig auch selbst stiefmütterlich behandeln. Ihre Auseinandersetzung mit der Funktion und der Bedeutung ihrer Rolle in der Familie kommt häufig zu kurz, ebenso erkennen Stiefmütter oft nicht einmal selbst an, dass und wie sie ihre komplizierte Aufgabe in der Familie erfüllen. Deshalb gibt Katharina Grünewald in diesem Buch alltagsnah und praktisch Anregungen dazu, wie die Stiefmutter sich heute in Beziehung zu den Kindern definieren kann. Sie zeigt, wie Spielregeln und Rituale die Stiefmutter, aber auch die anderen Familienmitglieder durch emotional schwierige Familienzeiten führen können. Deutlich wird auch, wie Konflikte dazu führen können, dass sich die gesamte Patchworkfamilie weiterentwickeln, aber auch die Stiefmutter in ihrer Persönlichkeit wachsen und entfalten kann.

Die neue Stiefmütterlichkeit bedeutet ein im Buch beschriebenes Prinzip der Selbstfürsorge, das die notwendige Voraussetzung ist für einen erfüllenden Familienalltag, in dem jeder seine Bedürfnisse wahrnehmen und artikulieren kann.

Das Buch unterteilt sich in sieben Kapitel:

    • Stiefmutter-Sein – Wie geht das?
    • Typische Konflikte und hilfreiche Rituale
    • Der Spagat zwischen Erziehung und Beziehung
    • Der Umgang mit Wut, Lügen und kindlicher Tyrannei
    • Wer steht an erster Stelle? – Die Frage nach dem eigenen Wert
    • Mein lieber Mann, wieso tue ich mir das an?
    • Die neue Stiefmütterlichkeit

Leseprobe Die absolute Zuspitzung: Weihnachten

Leserstimmen zum Buch

Rezension von Dr. Mathias Jung

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